Chroniken

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Chronik* des 11. September 2001, dem Tag des Schreckens:

7:59 Uhr: American Airline Flug 011 startet in Bosten nach Los Angeles.
8:01 Uhr: United Airlines (UA) Boeing 757, Flug 093, hebt in Newark ab. Ziel des nur mäßig gebuchten Gemeinschaftsfluges mit Air Canada ist San Francisco.
8:10 Uhr: Ebenfalls mit Zielflughafen Los Angeles verlässt eine Boeing 757 der AA, Flug 077, den Dulles International Airport bei Washington.
8:14 Uhr: Eine Boeing 767 der UA, Flug 175, steigt in Boston mit Ziel Los Angeles auf.
8:15 Uhr: Flugkontrollzentrum für Bosten registriert, dass AA 11 über Worcester, Massachusetts, eine sanfte Nordkurve fliegt, obwohl sie sich nach Süden wenden müsste.
8:20 Uhr: Cockpit der AA 11 ignoriert die Aufforderung der Controller, auf 31.000 Fuß zu steigen.
8:21 Uhr: Dispatcher fragt "American 11, this is Boston Center, how do you read?". Cockpit gibt keine Antwort.
8:22 Uhr: Der Transponder von AA 11 gibt kein Signal mehr, die Flughöhe wird nun im Controlcenter nicht mehr angezeigt.
8:23 Uhr: AA 11 fliegt nordwestlich über Länderdreieck Massachusetts, Vermont u. New York, wendet auf abgeknickter Bahn Richtung dem sog. Albany-Schenectady-Troy-Triangel. "American 11, how do you read?". Keine Antwort.
8:27 Uhr: Stewardess Betty Ong** gibt per Telefon aus dem Flugzeug Notruf an Verkehrsleitzentrale von American Airlines; zwei Flugbegleiter seien niedergestochen, einem Passagier der Hals durchschnitten worden. Die Entführer hätten Plätze in der ersten Klasse gehabt und die Crew mit einem Spray attackiert. Ong würden die Augen brennen.
8:29 Uhr: Controller hören Funkfetzen aus dem Cockpit, Stimme mit starkem Akzent sagt: "macht keine Dummheiten! Niemand wird etwas passieren! Wir haben mehr Flugzeuge! Wir kehren zum Flughafen zurück!"
8:28 Uhr: AA 11 wendet plötzlich scharf nach Süden Richtung Hudson gen New York.
8:29 Uhr: ARTCC (Air Route Traffic Control Center) unterrichtet FAA (Federal Aviation Administration).
8:40 Uhr: Aus 900 Fuß fallend erreicht die Boeing 767 New York. Ofizielle Telefonkette kommt an ihr Ende an, der Luftabwehrbehörde Norad (North American Aerospace Defence Command).
8:41 Uhr: antwortet United Airlines 175 ebenfalls nicht mehr.
8:43 Uhr: Zeitgleich starten auf der Otis Air National Guard Base in Falmouth, Cape Cod, zwei F-15 Abfangjäger, ein Routineschritt im Katastrophenplan.
8:46 Uhr: AA 11 stüzt in den Nordturm des WTC.
8:56 Uhr: Notruf einer Stewardess aus Flug UA 175: "O mein Gott, die Cockpit-Besatzung ist getötet worden, eine Stewardess wurde erstochen. Wir sind entführt worden." Ungefähr zum gleichem Zeitpunkt teilt die FAA der Einsatzzentrale von American Airlines mit, dass Flug 77 von Washington-Dullas nach Los Angeles, den Transponder ausgeschaltet und eine Wende geflogen habe.
9:03 Uhr: United Airlines 175 rast vor laufenden Kameras in den Südturm des WTC.
9:05 Uhr: US-Präsident George W. Bush sitzt in einer Schulklasse in Sarasota (Florida), als Mitarbeiter ihm erste Informationen über die Anschläge zuraunen.
9:17 Uhr: sämtliche Flughäfen werden geschlossen.
9:21 Uhr Die Behörden ordnen die Schließung aller Brücken und Tunnel in New York City an.
9:28 Uhr: Seltsamer Funkfetzen der UA 93: "Hey, raus hier!"
9:30 Uhr: hoben auf der Langley Airbase drei F-16-Jäger des Jagdgeschwaders "Happy Hooligans" ab. Präsident Bush bestätigt, dass die USA "offensichtlich" Ziel eines Terrorangriffs geworden sind, und spricht von einer "nationalen Tragödie".
9:40 Uhr: Zum ersten Mal in der Geschichte der USA wird landesweit der gesamte Flugverkehr eingestellt.
9:38 Uhr: AA 77 stürzt im Tiefflug (wobei es Bäume und Straßenlaternen abrasiert) in das Pentagon.
9:57 Uhr: Präsident Bush verlässt Florida in Richtung Louisiana.
9:59 Uhr: Durch mehrere Telefongespräche sind die Passagiere der UA 93 über die Anschläge auf WTC und Pentagon unterrichtet. Todd Beamer, 32 Jahre, Geschäftsmann, erzählt per Handy einer Vorgesetzten der Telefongesellschaft "Verizon" (seine Familie kann er nicht erreichen), sie wollen die Entführer angreifen. Nach einem Gebet ist nur noch zuhören: "Seid ihr soweit, Jungs?" und dann: "Let's roll."
10:01 Uhr: Der Voice-Recorder aus dem Cockpit von Flug UA-093 verzeichnet Flüche und Schreie auf English und Arabisch, Geräusche eines Kampfes.
10:06 Uhr: Die Boeing 757 der UA, Flug 093, stürzt in Pennsylvania ab. Das Flugzeug sinkt schnell, Augenzeugen sehen es flattern, nach links und rechts, kippen, wackeln, dann fräst es einen zehn Meter tiefen Graben in die Äcker bei Shanksville. Bei Shanksville hatte ein Abfangjäger laut Condoleezza Rice definitiv den Abschussbefehl von Bush erhalten. Er hatte den Jet bereits im Visier, als dieser plötzlich absackte und in den Acker bei Shanksville stürzte.
10:07 Uhr: Der Südliche, 110-stöckige Büroturm des World Trade Center stürzt in sich zusammen.
10:10 Uhr: Ein teil des Pentagon stürzt ein. 
10:13 Uhr: Das Uno-Hauptquartier am Hudson River wird geräumt. Über 11.000 Menschen werden evakuiert. 
10:22 Uhr: In Washington werden das Justiz- und das Außenministerium geräumt, ebenso die Weltbank.
10:24 Uhr: Alle internationalen Flüge in die USA werden nach Kanada umgeleitet.
10:27 Uhr: Der Nordturm des World Trade Center stürzt in sich zusammen.
10:45 Uhr: Alle Bundesgebäude in Washington sind geräumt.
11:02 Uhr: Bürgermeister Giuliani veranlasst die Evakuierung aller Bewohner in Manhattan südlich der Canal Street.
11:18 Uhr: American Airlines bestätigt offiziell den Verlust zweier Maschinen: Flug 011 mit 81 Passagieren und 11 Crew-Mitgliedern an Bord, sowie Flug 077 mit 58 Fluggästen und 6 Crew-Mitarbeitern.
11:26 Uhr: United Airlines melden amtlich, dass eine Boeing 757, Flug 093 mit 45 Menschen in Pennsylvania abgestürzt ist.
11:59 Uhr: United Airlines bestätigt offiziell, dass auch Flug 175 mit 65 Menschen an Bord "abgestürzt" ist: keine Überlebenden.
13:04 Uhr: Präsident Bush kündigt in Louisiana Vergeltung an: "Die USA werden die Verantwortlichen für die feigen Anschläge jagen".
13:27 Uhr: In Washington wird der Notstand ausgerufen.
13:44 Uhr: Zwei Flugzeugträger und fünf Kriegsschiffe werden vom Marinestützpunkt Norfolk (Virginia) in Marsch gesetzt, um vor der Ostküste zu patroullieren. Die Flugzeugträger USS "George Washington" und USS "John F. Kennedy" werden in die Gewässer vor New York beordert.
16:10 Uhr: Gebäude Nummer 7 des World Trade Center steht in Flammen.
17:20 Uhr: Das 47-geschossige Hochhaus Nummer 7 des World Trade Center stürzt ein. Die meisten Menschen konnten vorher in Sicherheit gebracht werden. Zwei weitere Gebäude des WTC sind einsturzgefährdet.
18:54 Uhr: Bush kehrt per Hubschrauber ins Weiße Haus zurück.
20:30 Uhr: In einer Fernsehansprache an die Nation kündigt US-Präsident Bush nochmals Vergeltung für Verantwortliche und Hintermänner an. "Die Mörder werden dafür bezahlen", sagt der Präsident, und: "Wir werden keinen Unterschied zwischen den terroristischen Täter und denjenigen machen, die ihnen Unterschlupf gewähren".
"Unser Land ist stark", appelliert Bush an das amerikanische Volk, "Terroristen können zwar das Fundament unserer größten Gebäude erschüttern, aber sie können nicht das Fundament Amerikas berühren".

*Chronik erstellt © 2001-2002 by Torsten Migge (Webmaster of www.wtc-terrorttack.com)

 **Stewardess Betty Ong gab um 8:27 Uhr per Telefon aus dem entführten Flugzeug (der AA-11) einen Notruf an die Verkehrsleitzentrale von American Airlines ab. Sie sagte: "A passenger had his throat slashed and looked dead, and they (the hijackers) had gotten into the cockpit." "The hijackers killing two pilots." "The four hijackers had come from first-class seats 2A, 2B, 9A, and 9B. The fatally injured passenger was in 10B. The hijackers had hit people with some sort of spray that made me eyes burn." ("The Wallstreet Journal", October 15, 2001, by Scott McCartney and Susan Carey.)

 

 

Chronik der bisdahin schwersten Anschläge auf US-Einrichtungen:

18. April 1983 = Selbstmordanschlag auf die US-Botschaft in der libanesischen Hauptstadt Beirut.
17 Tote
23. Oktober 1983 = Beirut: Schiitische Terroristen zünden eine Tonne Sprengstoff im U.S.-Marines-Hauptquartier.
241 Tote
21. Dezember 1988 = Ein Jumbojet der US-Gesellschaft Pan Am wird über der schottischen Ortschaft Lockerbie von einer Bombe zerrissen.
270 Tote
26. Februar 1993 = Eine Autobombe explodiert unter dem World Trade Center in New York.
6 Tote, mehr als 1.000 Verletzte
19. April 1995 = Eine Bombenexplosion zerstört ein neunstöckiges Behördenhochhaus in Oklahoma-City.
168 Tote, mehr als 500 Verletzte
25. Juni 1996 = Auf dem US-Stützpunkt nahe der saudi-arabischen Stadt Dhahran explodiert eine in einem Tankwagen versteckte Bombe.
19 Tote, mehr als 400 Verletzte
7. August 1998 = Fast gleichzeitige Bombenanschläge auf die US-Botschaften in Daressalam und Nairobi.
263 Tote, 5436 Verletzte
12. Oktober 2000 = Ein Selbstmordkommando zündet von einem Boot aus eine Bombe neben dem US-Zerstörer "Cole", der im Hafen von Anden, Jemen, aufgetankt werden soll.
17 Tote, 35 Verletzte

 

 

 

 

Feindbild Vereinigte Staaten bis zum 11. September 2001:

Palästina, Libanon
Radikale islamistische Organisationen kämpfen gegen Israel und auch gegen dessen Schutzmacht USA.

Syrien
Damaskus beherbergt radikale palästinensische Organisationen wie die PFLP u. protegiert als Schutzmacht im Libanon die Hisbollah-Kämpfer gegen Israel

Libyen
Tripolis galt lange Zeit als der Hauptsponsor des internationalen Terrorismus. Inzwischen hat Gaddafi offiziell dem Terror abgeschworen.

Irak
Unter Saddam Hussein gilt seit dem Golfkrieg 1991 unter militärischer Führung der USA Amerika als Hauptfeind. Die Staatsmedien predigen Hass und schwören  Washington Rache.

Iran
In der Islamischen Republik werden die USA als der "große Satan" geschmäht.

Afghanistan
Das radikal-islamische Taliban-Regime gewährt dem Terroristen u. US-Staatsfeind Nr. 1 Osama Bin Laden Unterschlupf.

Jemen
In der von Stammesstrukturen geprägte Gesellschaft haben antiisraelische Gruppen starken Rückhalt.
Jemenitische Politiker rufen immer wieder zum Boykott der USA auf.

Nordkorea
Der unberechenbare Diktator Kim Jong II provoziert mit Aufrüstung und fordert ultimativ den Abzug der US-Truppen aus Südkorea.

 


 

Anhang:

 

Folgendes Foto: Bush in der Schulklasse der Emma E. Booker Elementary School, Sarasota, Florida, in dem Moment, als ihn sein Stabschef, Andy Card, über den Anschlag informiert. Der Präsident wird etwas blass und starr, wirkt einen Moment lang abwesend:

 

 

Folgendes Foto: Atta und Umari beim einchecken in Portland:
Attas und Umaris Zubringerflugs aus Portland, einer 19-sitzigen mit Propellern getriebene Beech 1900 (Flug US 5930 von Colgan Air ausgeführt für US Airways), Startzeit 6:04 Uhr (um 5:45 Uhr checkten Atta und Umari ein) hatte eine unvoraussehbare Verspätung, es war aber der erste Flug, der am Morgen des 11. September 2001 von Portland nach dem 160 Kilometer entfernten Boston / Massachusetts ging.
In Portland hatten Atta und Abd al-Asis al-Umari im "Comfort Inn"-Motel, Main Mall Road 90 (wo sie sich um 17:43 Uhr des 10. 09.2001 anmeldeten) ein Doppelzimmer für 149 Dollar gemietet.

 

 

Zwischen 20 und 21 Uhr des 10. 09. 2001 wurden die beiden bei Pizza-Hut an der Main Mall Road 415 gesehen.

Folgendes Foto: Atta und Umari um 20:31 Uhr am 10. September 2001 auf Foto der Überwachungskamera am Fast-Green-Geldautomat auf dem Parkplatz von "Uno's Chicago Bar & Grill":

 

 

Folgendes Foto: Atta zwischen 21:22 und 21:39 Uhr des 10. September 2001 im Wal-Mart von Scarborough, südlich von Portland, Payne Road 451 (hier kaufte er die Teppichmesser):

 

Externe Links:

Die seismischen Aufzeichnungen des Lamont-Doherty Earth Observatory:
1.: Summary of seismic observations of the two impacts and the three collapses;
2.: Seismograms recorded by LCSN Station PAL (Palisades, NY).

Doku: "World Trade Center - Anatomy of the Collapse (2002) (4/4)" (14,28 Minuten)

Video: ZDF-History: Das Geheimnis des dritten Turms (47 min)

Firehouse Magazine presents the extraordinary stories of the FDNY firefighters at Ground Zero

 

Bordinglisten:

American Airlines flight 11
United Airlines flight 175
American Airlines flight 77
United Airlines flight 93

Passagierlisten:

Flug AA 077 - Boeing 757-200: 187 Plätze, 58 Passagiere + 6 Besatzungsmitglieder,
Flug AA 011 - Boeing 767-223: ca.: 200 Plätze, 82 Passagiere + 11 Besatzungsmitglieder,
Flug UA 175 - Boeing 767-222: ca.200 Plätze, 56 Passagiere + 9 Besatzungsmitglieder,
Flug UA 093 - Boeing 757-200: 187 Plätze, 37 Passagiere + 7 Besatzungmitglieder.

Vergleiche hierzu auch die CNN-Opferlisten: http://www.cnn.com/SPECIALS/2001/memorial/

 

Die Entführerpiloten:

Mohammed Atta (steuerte die AA 11 in den Nordturm) und Marwan Al-Shehhi (UA 175 in den Südturm) hatten nach etlichen Flugstunden und Simulatorstunden je eine CPL-Lizenz (Commercial Pilot Licence) und eine Instrument rating Lizenz erworben. Damit hätten sie bei jeder Fluggesellschaft als Pilot bzw. auf grossen Passagierjets mit mehr als 9 Passagiersitzen als Co-Pilot arbeiten können.
Eine ATPL (Airline Transport Pilot Licence), also die, die man als Chefpilot einer Boeing 767 braucht, hatten sie nicht. Dennoch hatten sie für diesen Flugzeugtyp etliche Stunden im Simulator absolviert.

Hani Handschur (steuerte die AA 77 ins Pentagon) hatte ebenfalls eine CPL und trainierte am Flugsimulator.
Ziad Jarrah (Terrorpilot der UA 93, die bei Shanksville abstürzte) hatte nur eine Lizenz für Kleinflugzeuge (PPL = Private pilot licence)

 

 

 

 

   

 


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